Bear Surfboards × Reno Abellira - 10.2 ft Hawaiian Waimea Gun

€2.500,00

Hier haben wir wieder etwas ganz besonders und super Seltenes. Diese 10´2´´ Fuß lange Gun trägt zwei Namen inne, die eng mit der hawaiianischen Surfgeschichte verbunden sind: Bear Surfboards und Reno Abellira. Der Shape erinnert an die klassischen Big Wave Guns der 1960er und 1970er Jahre, deren Entwicklung maßgeblich von Shape-Legende Dick Brewer geprägt wurde. Auch Reno Abellira lernte sein Handwerk bei Brewer und entwickelte später seinen ganz eigenen Stil. 

Bekannt ist Abellira vor allem durch seine Arbeit für Lightning Bolt, McCoy und unter seinem eigenen Namen. Eine regulär dokumentierte Zusammenarbeit mit Bear Surfboards ist uns bislang allerdings nicht bekannt und daher gibt uns dieses Board ein paar Rätsel auf. Auch eine Nachfrage bei Barry Haun, Kurator des Surfing Heritage & Culture Center in Kalifornien, brachte dazu keine weiteren Erkenntnisse. Ein paar Hinweise zur Entstehung liefert das Board selbst. Das 2+1 Finnensystem mit FCS Plugs und US-Box lässt eine Datierung zwischen ca. 1994, dem Jahr der Einführung von FCS I, und 2008 zu. In diesem Zeitraum wurden, soweit wir da informiert sind, die Bear Surfboards zunächst von Randy Rarick auf Hawaii und später von Roger Hinds in Kalifornien geshaped. Ab 2008 übernahm die Surffactory Hawaii die Produktion. Eine Entstehung in den späten 1990er Jahren erscheint besonders plausibel. Randy Rarick und Reno Abellira gehörten beide zur hawaiianischen Surf- und Shaping-Szene und arbeiteten bereits Ende der 1960er Jahre gemeinsam bei Surf Line Hawaii. Rarick war zudem Lizenznehmer der Marke Bear Surfboards. Im Jahr 2000 holte er Roger Hinds ins Boot, der die Produktion anschließend nach Kalifornien verlagerte. Unter welchen Umständen dieses Board am Ende tatsächlich entstanden ist, lässt sich momentan (wir forschen da weiter) nicht mehr abschließend klären.

Das Board stammt aus der Sammlung des mittlerweile verstorbenen deutschen Surf-Pioniers Uli Richter.

Zustand: Gebraucht, sehr gut erhalten. Wer Interesse an dem guten Stück und weitere Fragen hat, der meldet sich gerne bei uns unter info @ wavesandwoods.de

Der Versand kann organisiert werden, ist aber nicht im Preis hier enthalten.

Hier noch ein paar Fun-Facts zu Bear:

Die Entstehungsgeschichte von BEAR Surfboards ist eine ziemlich kuriose Geschichte. Die Marke wurde nicht etwa von einem klassischen Surfboardhersteller gegründet, sondern entstand zunächst als fiktive Marke für den Hollywoodfilm Big Wednesday. Und auch die Geschichte rund um den hawaiianischen Shaper Reno Abellira hat einige bemerkenswerte Wendungen.

- 1977/78: Der amerikanische Regisseur John Milius entwickelt für seinen Film Big Wednesday eine fiktive Surfboardmarke namens BEAR. Der Film erzählt vom Leben dreier Surfer in Malibu während der 1960er und 1970er Jahre.

- Der Bär war zunächst eine Filmfigur: BEAR ist im Film der erfahrene Shaper und eine Art Guru der lokalen Surfszene. Das Logo mit dem Bären im roten Diamanten wird zum wiederkehrenden Symbol. Bei der Gestaltung ließ sich Milius offenbar von realen Vorbildern inspirieren, darunter dem Spitznamen des legendären Shapers Dale Velzy, genannt Hawk, und dem Logo von Hap Jacobs Surfboards.

- Hollywood liefert das Logo, die Surfszene macht ein Geschäft daraus: Steve Pezman, damals Herausgeber des SURFER Magazine, erkennt früh das Potenzial des Logos und lässt T-Shirts damit produzieren. Das geschieht noch vor dem Kinostart. Aus einer Filmrequisite wird ein begehrtes Surfshirt.

- Billy Hamilton macht BEAR zu einer echten Surfboardmarke: Einer der Filmproduzenten bietet dem hawaiianischen Shaper Billy Hamilton an, das Logo für eine eigene Surfboardlinie zu verwenden. Hamilton ist zunächst skeptisch, weil er Ärger mit Warner Bros. befürchtet. Ihm wird allerdings signalisiert, dass bereits mehrere andere Personen die Erlaubnis zur Nutzung erhalten hätten. Hamilton macht einfach weiter.

- Ein Millionenbusiness entsteht: Obwohl der Film zunächst kein großer Kassenerfolg ist, entwickelt sich das BEAR-Logo zu einem kommerziellen Hit. Hamilton berichtet später von Bestellungen im Wert von drei Millionen Dollar im ersten Jahr, sieben Millionen im zweiten und zwölf Millionen im dritten Jahr.

  • Dann beginnt der Streit um den Bären: John Milius hatte die Rechte am ursprünglichen Artwork nicht aus der Hand gegeben. Als Hamilton international expandieren möchte, kommt es zum Konflikt. Milius sichert sich 1989 die Rechte an der Originalgrafik von Warner Bros. und verklagt Hamilton beziehungsweise dessen Unternehmen wegen Copyrightverletzung. Der Streit endet mit einem Vergleich, bei dem Hamilton 400.000 Dollar zahlen muss und die Markenrechte verliert.

 

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